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Zusammenleben in der 1:1 Betreuung – was Familien wissen sollten

  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit


Die Betreuung im eigenen Zuhause ist mehr als eine Dienstleistung – sie ist eine besondere Form des Zusammenlebens im Alltag.

Wenn eine 1:1 Betreuung beginnt, zieht eine Betreuungskraft für einen festgelegten Zeitraum in den Haushalt der pflegebedürftigen Person ein. So entsteht eine kontinuierliche Unterstützung, die Sicherheit, Struktur und persönliche Nähe verbindet.

Damit dieses Modell gut funktioniert, braucht es klare Rahmenbedingungen und eine gute gemeinsame Organisation.



Das Prinzip: Betreuung in häuslicher Gemeinschaft


Die Betreuungskraft lebt im Haushalt der betreuten Person und unterstützt im Alltag dort, wo Hilfe benötigt wird.

Typisch ist:

  • kontinuierliche Anwesenheit im Haushalt

  • Unterstützung über den gesamten Tagesablauf

  • gemeinsame Gestaltung des Alltags

  • persönliche, vertrauensvolle Beziehung

So entsteht oft ein stabiles, familiäres Miteinander im gewohnten Zuhause.


Voraussetzung: Ein eigenes Zimmer


Ein wichtiger Bestandteil dieses Betreuungsmodells ist ein eigener Rückzugsort für die Betreuungskraft.

Denn auch bei engem Zusammenleben ist Privatsphäre essenziell.

Das Zimmer sollte:

  • über Tageslicht und Lüftungsmöglichkeit verfügen

  • mit Bett, Schrank, Tisch und Stuhl ausgestattet sein

  • abschließbar sein

  • eine ruhige und angenehme Atmosphäre bieten

Ein respektvoll gestalteter Wohnraum trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Betreuungskraft wohlfühlt und langfristig eine stabile Betreuung möglich ist.


Kost, Logis und Haushaltsorganisation


Im Rahmen der Betreuung werden Unterkunft und Verpflegung im Haushalt bereitgestellt.

Das bedeutet konkret:

  • Zugang zur Küche und allen notwendigen Räumen

  • gemeinsame oder individuell abgestimmte Mahlzeiten

  • Einbindung in den häuslichen Alltag

Zusätzlich wird in der Regel ein Haushaltsbudget eingeplant, z. B. für Lebensmittel und alltägliche Besorgungen.


Organisation, Ablauf und Struktur im Alltag


Ein wichtiger Bestandteil der Betreuung ist die gemeinsame Planung des Alltags.

Zu Beginn der Betreuung werden in der Regel:

  • Tagesabläufe abgestimmt

  • individuelle Routinen besprochen

  • Essenspläne gemeinsam entwickelt

  • Bedürfnisse und Gewohnheiten berücksichtigt

So entsteht eine klare Struktur, die sowohl für die betreute Person als auch für die Betreuungskraft Orientierung bietet.


Einsatzdauer und Betreuung im Wechsel


Die 1:1 Betreuung erfolgt in der Regel nicht dauerhaft durch eine einzelne Person, sondern im Wechselmodell.

Typischerweise:

  • Einsatzdauer pro Betreuungskraft: ca. 4 bis 8 Wochen

  • anschließend Wechsel durch eine zweite Betreuungskraft

  • flexible Anpassung je nach Bedarf möglich (kürzer oder länger)

Dieser Wechsel sorgt für:

  • kontinuierliche Versorgung ohne Unterbrechung

  • planbare Erholungszeiten für die Betreuungskräfte

  • stabile, langfristig organisierte Betreuungssituation


Anreise und organisatorische Rahmenbedingungen


Da die Betreuungskräfte im Haushalt wohnen, entstehen zu Beginn eines Einsatzes Anreisekosten.

Diese werden transparent eingeplant und sind Teil der Gesamtorganisation.

Alle organisatorischen Abläufe – von der Auswahl der Betreuungskraft bis zur Abstimmung der Einsätze – werden vollständig begleitet und koordiniert.


Arbeitsweise und Betreuung im Alltag


Der Begriff „24-Stunden-Betreuung“ beschreibt die Anwesenheit im Haushalt, nicht eine durchgehende Arbeitszeit.

Der Alltag ist strukturiert in:

  • aktive Unterstützungszeiten

  • Bereitschaftszeiten

  • feste Ruhezeiten

Diese klare Struktur ist entscheidend für eine verlässliche und nachhaltige Betreuung.


Was dieses Modell besonders macht


Die 1:1 Betreuung bietet eine sehr persönliche Form der Versorgung:

  • feste Bezugsperson im Alltag

  • individuelle Betreuung ohne Zeitdruck

  • hohe Kontinuität im eigenen Zuhause

  • enge Abstimmung im täglichen Leben

Durch das gemeinsame Wohnen entsteht häufig ein sehr vertrautes und stabiles Betreuungssystem.


Die 1:1 Betreuung ist eine strukturierte, planbare und zugleich sehr persönliche Form der Unterstützung im eigenen Zuhause.

Sie verbindet Organisation, Verlässlichkeit und Nähe – und ermöglicht so eine Betreuung, die sich an den Menschen anpasst, nicht umgekehrt.


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