1. Antrag stellen.
Ein Anruf bei der Pflegekasse genügt – sie ist bei der Krankenkasse angesiedelt. Der Antrag kann formlos gestellt werden, auch von Angehörigen mit Vollmacht. Wichtig: Leistungen gibt es ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht. Warten lohnt sich also nicht.
2. Die Begutachtung vorbereiten.
Der Medizinische Dienst (bei Privatversicherten Medicproof) kommt nach Hause und schaut, wie selbstständig die Person im Alltag noch ist. So bereiten Sie den Termin vor:
- Führen Sie ein bis zwei Wochen ein Pflegetagebuch: Wobei wird geholfen, wie oft, wie lange?
- Legen Sie Arztberichte, Medikamentenplan und Krankenhausbriefe bereit.
- Seien Sie beim Termin dabei. Viele Betroffene stellen sich besser dar, als es im Alltag ist.
- Beschreiben Sie einen normalen, keinen guten Tag.
Alles zum Abhaken: Checkliste MD-Begutachtung.
3. Bescheid und Widerspruch.
Die Pflegekasse muss in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden. Wenn Sie mit dem Ergebnis nicht einverstanden sind, können Sie innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch einlegen. Fordern Sie dafür das Gutachten an – es steht Ihnen zu.
Vorab einschätzen.
Mit unserem Pflegegradrechner sehen Sie in wenigen Minuten, welcher Pflegegrad ungefähr infrage kommt. Das ersetzt keine Begutachtung, hilft aber bei der Vorbereitung.